© Projektträger Jülich / Nicole Alexander
Das Forschungsnetzwerk Wasserstoff – Impulsgeber für Förderstrategien rund um das Thema Wasserstoff
2 Min Lesezeit 03. Juli 2026
Personen auf der Bühne: v.l.n.r. Eva Mühle, Mario Ragwitz, Joachim Kloock (BMFTR), Matthias Müller, Isabel Kundler, Axel Bree (BMWE)
Wasserstoff gilt als eine der zentralen Technologien für die Dekarbonisierung von Industrie, Verkehr und Energieversorgung. Somit ist es auch eines der Kernthemen der Schlüsseltechnologien „Fusion und klimaneutrale Energieerzeugung“ in der Hightech Agenda Deutschland (HTAD). Als ein Element der Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung wurde das Forschungsnetzwerk Wasserstoff 2020 gegründet. Der Fokus des Forschungsnetzwerks Wasserstoff liegt auf der anwendungsnahen Energieforschung und dem Praxistransfer. Expertinnen und Experten aus Industrie, Hochschulen und Forschungsinstituten tauschen sich über die Erzeugung, die Speicherung, die Verteilung und sektorübergreifende Nutzung von Wasserstoff sowie zu Themen wie Sicherheit, Akzeptanz und nachhaltige Markteinführung aus.
Worum geht es im Forschungsnetzwerk?
Das Forschungsnetzwerk Wasserstoff bietet hierfür ein technologieoffenes, dialogorientiertes Forum, in dem Expertinnen und Experten aus fünf thematischen Clustern gemeinsam aktuelle Forschungsfragen erörtern, Handlungsempfehlungen ausarbeiten und Förderstrategien rund um das Thema Wasserstoff beeinflussen. Durch den regelmäßigen Austausch entstehen nicht nur neue Kooperationsprojekte, sondern auch konkrete Empfehlungen, die in die Förderpolitik von Bund und Ländern einfließen und so Investitionsrisiken reduzieren und die Marktreife von Wasserstofftechnologien beschleunigen. „Im Forschungsnetzwerk Wasserstoff geht es darum, dass sich Fachleute vernetzen. Gleichzeitig ist es das Ziel, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wenn Fragen seitens der Politik oder Wirtschaftsunternehmen aufkommen“, beschreibt Dr. Simon Pichlmaier (Leiter Wasserstoff und Synthetische Energieträger des FfE) den Zweck des Netzwerks in einem Videointerview.
Wie funktioniert das Netzwerk?
Das Forschungsnetzwerk Wasserstoff besteht aus mehr als 1.500 aktiven Mitgliedern und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen des Energieforschungsprogramms gefördert. Auch die Bundesministerien für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und für Verkehr (BMV) unterstützen die Initiative. In regelmäßigen Netzwerktreffen und monatlichen Online-Events finden sowohl fachlicher Austausch als auch Vernetzung statt und es werden Empfehlungen sowie Stellungnahmen erarbeitet, die unter anderem den Wissens- und Technologietransfer zu dem Thema beschleunigen sollen. Dr. Geert Tjarks, Geschäftsführer EWE HYDROGEN GmbH, betont in einem Videointerview: „Für uns als Industrieunternehmen ist es sehr wichtig, den Kontakt zur Forschung zu haben. Die Netzwerktreffen sind für uns das Spannende, weil wir da die Zeit haben, mit verschiedenen Akteuren zu sprechen und Erfahrungen auszutauschen.“ Als Austauschplattform dient unter anderem ein eigenes Intranet der Forschungsnetzwerke Energie. Interessierte können sich hier kostenfrei registrieren.
Bezug zur HTAD
Wasserstofftechnologien werden im Rahmen der Schlüsseltechnologien „Fusion und klimaneutrale Energieerzeugung“ sowie „Technologien für klimaneutrale Mobilität“ thematisiert. Eines der Cluster im Forschungsnetzwerk beschäftigt sich mit Fragen zur Sicherheit, gesellschaftlicher Akzeptanz, Kommunikation sowie Aus- und Weiterbildung von Fachkräften für Wasserstofftechnologien. Damit werden die Hebel „Resilienz im Wissenschaftssystem stärken“ und „Fachkräfte und Talente gewinnen“ adressiert.
Weitere Informationen zum Forschungsnetzwerk Wasserstoff:
• nächstes Netzwerktreffen (Ende November 2026)
• Online-Diskussionsreihe „Wasserstand: Aktuelles aus der Wasserstoffforschung“
• Veröffentlichungen des Netzwerks