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Deutschlandfonds: Impulse für private Investitionen in Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit
3 Min Lesezeit 02. Juni 2026
Mit dem Deutschlandfonds hat die Bundesregierung gemeinsam mit der KfW einen Rahmen geschaffen, der es privaten und kommunalen Unternehmen erleichtert, in großem Umfang in Deutschland zu investieren. Der Bund stellt dafür öffentliche Mittel und Garantien in Höhe von rund 30 Milliarden Euro bereit. Damit sollen insgesamt Investitionen von rund 130 Milliarden Euro ausgelöst werden – als Investitionsoffensive neben dem staatlichen Sondervermögen. Der Deutschlandfonds ist eines der prioritären Vorhaben, die auf die sogenannten Hebel der Hightech Agenda Deutschland einzahlen.
Der Deutschlandfonds soll private Investitionen in Industrie und Mittelstand, Wagniskapital sowie die Energieinfrastruktur anregen. Dazu gehören Zukunftsinvestitionen in neue Technologien und Produktionsanlagen, der Ausbau von Erneuerbaren Energien, Wärmenetzen und Stromnetzen, aber auch die Gewinnung von Rohstoffen und die Finanzierung von innovativen Technologien in den Bereichen Deep-Tech, KI und Biotech sowie die Entwicklung von Lösungen zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit. Die KfW übernimmt die Koordination des Deutschlandfonds und ist Ansprechpartnerin für die nationale und internationale Investorenberatung.
Der Deutschlandfonds richtet sich an Industrieunternehmen, den Mittelstand, Start-ups und junge Wachstumsunternehmen sowie an private und kommunale Energieversorgungsunternehmen und Unternehmen aus der Verteidigungs- und Rohstoffwirtschaft. Um die vielfältigen Finanzierungsbedarfe abzudecken, ist der Deutschlandfonds nicht als klassischer Investmentfonds ausgestaltet, sondern als Dachstruktur konzipiert, die verschiedene passgenaue Förderbausteine bündelt.
Industrie und Mittelstand
Im Baustein Industrie und Mittelstand erleichtert der Deutschlandfonds gezielt Zukunftsinvestitionen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Dazu gehört insbesondere das Absicherungsinstrument für Transformationsindustrien, mit dem große Industrieinvestitionen – etwa in die Stromerzeugung, Wasserstofftechnologien oder die Automobilindustrie – ebenso wie Vorhaben mittelständischer Zulieferer und des Maschinenbaus gefördert werden. Ergänzend stellt der Rohstofffonds Eigenkapitalbeteiligungen und KfW-Kredite bereit, um Projekte zur Gewinnung kritischer Rohstoffe für die deutsche Wirtschaft zu finanzieren, beispielsweise den Aufbau einer Lithiumförderung in Deutschland.
Energie
Der Baustein Energie zielt darauf ab, die Kreditaufnahme von Stromverteil- und Wärmenetzbetreibern abzusichern, damit diese die in den kommenden Jahren stark steigenden Investitionen in die Netzinfrastruktur bewältigen können. Im Bereich der Geothermie wird zudem das sogenannte Fündigkeitsrisiko abgesichert, also das Risiko, bei Bohrungen keine nutzbaren Heißwasserquellen zu erschließen. Angesichts des hohen Kapitalbedarfs ist es darüber hinaus erforderlich, dass private und kommunale Energieversorgungsunternehmen über eine ausreichende Eigenkapitalbasis verfügen.
Start-ups und Scale-ups
Im Baustein Start-ups und Scale-ups agiert die KfW künftig auch als Co-Investor und investiert gemeinsam mit privaten Kapitalgebern aus dem Portfolio von KfW Capital direkt in deutsche Start-ups. Pro Einzelinvestition stehen bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung, insgesamt bis zu eine Milliarden Euro bis Ende 2030. Zusätzlich werden 300 Millionen Euro für Beteiligungen an Kreditfonds eingesetzt, die den Ausbau innovativer Industrietechnologien finanzieren. Zur weiteren Stärkung der Wagniskapitalfinanzierung wird der Zukunftsfonds ab 2026 aufgestockt und verstetigt.
Die zusätzlichen Mittel aus dem „Wachstums- und Innovationskapital (Zukunftsfonds II)“ werden insbesondere für Wagniskapitalfinanzierungen in den Bereichen Deep-Tech, Biotech sowie Sicherheit und Verteidigung eingesetzt und tragen zugleich zur Deckung bestehender Finanzierungsbedarfe im Mittelstand bei.