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GO-Bio next: Vier neue Projekte gestartet
2 Min Min Lesezeit 04. August 2026
Vier Teams, vier Innovationen, ein Ziel: Forschung in die Anwendung bringen. In der zweiten Förderrunde der Gründungsoffensive GO-Bio next des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) starten vier neue Projekte: BioLung, TauSafe, MemStacks und PearNet3. Sie entwickeln Lösungen für einige der drängendsten Herausforderungen in Medizin und Biotechnologie – von neuen Therapieansätzen gegen Alzheimer über innovative Medizintechnik bis hin zu Plattformtechnologien für die Arzneimittelentwicklung.
Als eine der Flaggschiffmaßnahmen der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) unterstützt GO-Bio next den Transfer herausragender Innovationen aus der Lebenswissenschaften in die die Praxis. Das Programm richtet sich an potentielle Gründerinnen und Gründer, die mit ihren Vorhaben auf bereits erreichten wissenschaftlichen Ergebnissen aufbauen und nun den nächsten Schritt in Richtung Marktreife, klinischer Anwendung oder Unternehmensgründung gehen.
Die Förderung erfolgt in zwei Phasen mit einer Dauer von jeweils bis zu drei Jahren. In Phase I werden Teams mit fortgeschrittenen Forschungsansätzen bei der Firmengründung unterstützt, Phase II stärkt die nachhaltige Etablierung und Skalierung des Unternehmens.
Mit dem aktuellen Förderstart nehmen vier neue GO-Bio next-Projekte ihre Arbeit auf und werden mit rund 12 Millionen Euro gefördert.
Die neuen GO-Bio next-Projekte im Überblick
- BioLung: Das Projekt entwickelt eine künstliche Lunge mit dreidimensionaler Kapillarstruktur, die den natürlichen Aufbau von Blutgefäßen nachahmt. Sie arbeitet außerhalb des Körpers, soll die Lunge schonender als bisherige Verfahren unterstützen und langfristig einsetzbar sein. Dadurch ergeben sich neue Therapieoptionen für Menschen mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD).
- TauSafe: Ein neuartiger Wirkstoff soll die Fehlfaltung des Tau-Proteins verhindern und damit einen frühen krankheitsrelevanten Mechanismus der Alzheimer-Erkrankung adressieren. Im normalen Zustand stabilisiert dieses Protein wichtige Strukturen innerhalb von Nervenzellen. Wenn es seine Struktur verändert – sich fehlerhaft faltet – kommt es zu schädlichen Ablagerungen, die mit einem Fortschreiten der Krankheit in Zusammenhang stehen.
- MemStacks: Mit einer Plattformtechnologie auf Basis künstlicher Zellstrukturen will das Projekt Membranproteine, die bisher nur schwer herzustellen sind, effizient produzieren. Das hilft Biotechnologinnen und Biotechnologen, die Funktion dieser Proteine besser zu verstehen und neue Arzneimittel schneller zu entwickeln.
- PearNet3: Um epileptische Anfälle zuverlässiger zu erkennen und ein kontinuierliches Monitoring im Alltag zu ermöglichen, arbeitet das Projektteam an einem multimodalen Körper-Sensor-Netzwerk, das ein Ohr-EEG (=Elektroenzephalografie) und weitere Biosensoren kombiniert.