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Handlungsempfehlungen zum Advanced Materials Act
2 Min Lesezeit 11. Juni 2026
Am 9. Juni 2026 haben führende deutsche Verbände aus Industrie und Forschung ihre gemeinsamen Handlungsempfehlungen als Inputpapier zum geplanten Advanced Materials Act (AMA) direkt an die Europäische Kommission übergeben. Das Papier wurde auf einem HTAD-Event erarbeitet und setzt den Hebel 7 “Versorgung mit kritischen Rohstoffen sicherstellen” der Hightech Agenda Deutschland um.
Hochleistungslegierungen in Windturbinen, Elektrodenmaterialien in Batterien, biokompatible Implantate, Halbleitersubstrate für KI – Advanced Materials sind die unsichtbare Grundlage nahezu jeder industriellen Transformation. Ohne fortschrittliche Werkstoffe keine Energiewende, keine Digitalisierung, keine strategische Souveränität Europas. Hierzu plant die Europäische Kommission einen Advanced Materials Act (AMA).
Im Rahmen eines nationalen Branchendialogs, der vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) initiiert wurde – unter Mitwirkung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) – haben führende deutsche Verbände ein Inputpapier entwickelt. Dieses wurde im Rahmen des Branchendialogs am 9. Juni 2026 an die Europäische Kommission übergeben. Die zentralen Botschaften an die EU sind:
- Lückenlose Förderung der Innovationskette von TRL 5–9
- Aufbau einer Europäischen Materialdateninfrastruktur
- Einführung von “Regulatory Sandboxes” um risikobasiert zu regulieren
- Nutzung von Green Public Procurement als Nachfragehebel
- Bürokratieabbau – Umsetzung des Once-Only-Prinzips
Der AMA solle eine Beschleunigungsinitiative sein, keine neue Regulierungsschicht.
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Getragen wird das Papier von einem breiten Bündnis verschiedener Verbände. Mitträger sind der Verband der Chemischen Industrie e. V. (VCI), die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e. V., der Verein Deutscher Ingenieure e. V. (VDI), der Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA), der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V., der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukkindustrie e. V. (WDK), die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e. V. (DGM). Industrie, Forschung und Verbände sprechen hier mit einer Stimme.
Das Inputpapier ist ein wichtiger Schritt in der Umsetzung des Hebels 7 der HTAD, Versorgung mit kritischen Rohstoffen sicherstellen. Es ist ein erklärtes Ziel der Hightech Agenda, dass Deutschland starker Partner in der EU-Initiative „Advanced Materials for Industrial Leadership“ ist, die in direkter Verbindung zum AMA steht. Als starker Partner treiben wir aktiv den Aufbau eines Ökosystems für fortschrittliche Materialien in Europa voran. Somit wird zeitgleich auch Hebel 6 “Europäische und internationale Zusammenarbeit aufbauen” gestärkt.
Weitere Informationen:
- Inputpapier “Handlungsempfehlungen des Nationalen Branchendialogs im Vorfeld des geplanten „Advanced Materials Acts“ der Europäischen Kommission”
- Informationen zum Advanced Materials Act
- Informationen zur EU-Initiative Advanced Materials for Industrial Leadership
- Mehr zu den Hebeln der HTAD