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Wasserstoff und mögliche Verwendungen blau eingeblendet über Foto als digitale Symbole

Hydrogen4Future – neue Förderrichtlinie stärkt Wasserstoffforschung

1,5 Min Lesezeit 10. September 2026

Wasserstoff ist ein wesentlicher Baustein für eine zukunftssichere Energieversorgung. Bei der Energieerzeugung in Brennstoffzellen wird lediglich Wasser als Emission freisetzt, wodurch diese Energie nahezu CO₂-frei ist. Gleichzeitig lässt er sich aus erneuerbaren Stromquellen herstellen, leicht speichern und transportieren, wodurch er Schwankungen in der Stromerzeugung aus Wind- und Solaranlagen ausgleichen kann.

Durch verschiedene Wasserstoff-Leitprojekte des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) konnten bisher bereits zahlreiche Innovationen für die Wasserstoffwirtschaft entwickelt werden. Um diesen technologischen Vorsprung auszubauen, schafft die Initiative "Hydrogen4Future“ neue Innovationsräume: In geplanten Forschungs-Hubs zum Thema Wasserstoff sollen die Akteure und Infrastrukturen zukünftig gut vernetzt und Synergien bestmöglich genutzt werden können. Damit wird eine der geplanten Maßnahmen zur Schlüsseltechnologie „Fusion und klimaneutrale Energieerzeugung“ der Hightech Agenda Deutschland umgesetzt.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Vorhaben der anwendungsorientierten Grundlagenforschung zu den Fokus-Themen

  • Elektrolyse – Wasserstoffproduktion weltweit
  • Offshore-Wasserstoff und Derivate
  • Transport und Speicherung
  • Power-to-X

Im Zentrum der Förderung stehen Arbeiten, welche vorzugsweise auf Erkenntnissen realer Anlagen und vorhandenen Forschungsinfrastrukturen aufbauen. Aus den vielversprechendsten Projekt-Ideen werden anschließend Forschungs-Hubs gebildet, um Forschungsaktivitäten strategisch zu bündeln.

Neben den innovativen Forschungs-Vorhaben gibt es finanzielle Unterstützung für den Aufbau eigener wissenschaftlicher Nachwuchsgruppen zu einem der Fokusthemen an einer deutschen Hochschule oder Forschungseinrichtung. Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen dadurch schon in einer frühen Karrierephase die Möglichkeit erhalten, eigenverantwortlich ein längerfristig konzeptioniertes Forschungsprojekt zu entwickeln und umsetzen.

Ergänzend werden internationale Forschungs- und Entwicklungskooperationen zu den Fokus-Themen gefördert. Im Mittelpunkt stehen hierbei gemeinsame bilaterale Projekte, unter anderem zu grundlegender Forschung und Entwicklung entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette, Grundlagenstudien und Forschungsplattformen.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind staatlich anerkannte Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie kommunale Einrichtungen, Verbände und andere Rechtspersonen. Die Einreichung von Anträgen ist noch bis Ende September 2026 möglich.

Weitere Informationen:

Informationsseite zu Hydrogen4Future mit Antragsunterlagen