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KI für neue Wirkstoffe: Kick Off für neun Projekte

1 Min Lesezeit 18. September 2026

Die Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz ist den allermeisten Bereichen des Lebens angekommen und zu einem echten Gamechanger geworden. Dieses enorme Potenzial soll nun auch bei der Entwicklung von Arzneimitteln genutzt werden. Im Rahmen der neuen Fördermaßnahme „Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Wirkstoffforschung“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) haben sechs Forschungsverbünde und drei Einzelprojekte ihre Arbeit aufgenommen. Sie wollen KI entlang der gesamten Wirkstoffentwicklung einsetzen: angefangen bei der Frage danach, wo Wirkstoffe im Körper oder an Zellen am besten andocken können, über die Frage danach, welche Stoffe überhaupt dafür in Frage kommen bis hin zu Optimierung und experimentellen Prüfung. Die Vorhaben werden über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt bis zu 15 Millionen Euro gefördert.

Als eine der Flaggschiffmaßnahmen der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) setzt die Fördermaßnahme auf die Verbindung der Schlüsseltechnologien Künstlicher Intelligenz und Biotechnologie. Ziel ist es, interdisziplinäre Forschungsprojekte zu unterstützen, die mit KI-Methoden die Entwicklung innovativer Arzneimittel beschleunigen und effizienter machen. Langfristig sollen neue Medikamente dadurch schneller und kostengünstiger zu den Patientinnen und Patienten gelangen.

Die Förderung setzt an unterschiedlichen Stellen der Wertschöpfungskette an: KI kann große Mengen biologischer und chemischer Daten analysieren, geeignete Wirkstoffkandidaten identifizieren, neue Molekülstrukturen entwerfen oder deren Eigenschaften vorhersagen. Die geförderten Projekte verbinden diese computergestützten Verfahren mit experimenteller Forschung. So sollen vielversprechende Kandidaten nicht nur am Computer identifiziert, sondern anschließend im Labor überprüft und weiterentwickelt werden.

Große Bandbreite möglicher KI-Anwendungen in der Wirkstoffforschung 

Die Projekte zeigen, wie vielfältig KI künftig in der Wirkstoffforschung eingesetzt werden kann: Neben der Identifizierung neuer Wirkstoffkandidaten und deren Optimierung, geht es um die Entwicklung neuer Antibiotika und die Personalisierung von Schlaganfalltherapien. Entscheidend ist dabei die enge Verbindung von KI-Methoden und experimenteller Forschung. Denn erst die Überprüfung im Labor zeigt, ob ein am Computer identifizierter oder entwickelter Wirkstoff tatsächlich das gewünschte Potenzial besitzt. In Kombination spart ein solches Vorgehen Zeit und Geld gegenüber einer Wirkstoffforschung, die ausschließlich im Labor stattfindet.

Mit der Fördermaßnahme schafft das BMFTR neue Schnittstellen zwischen Künstlicher Intelligenz, Biotechnologie und Arzneimittelforschung. Die Vorhaben sollen nicht nur konkrete Wirkstoffkandidaten hervorbringen, sondern auch neue Methoden und Plattformen für eine schnellere und effizientere Arzneimittelentwicklung etablieren. Damit setzt das BMFTR auf die gezielte Anwendung von Schlüsseltechnologien in der Gesundheitsforschung mit einem klaren Ziel: Innovative Arzneimittel schneller und kostengünstiger für die Menschen verfügbar zu machen.

Weitere Informationen zu den Projekten: https://www.gesundheitsforschung-bmftr.de/de/anwendung-von-kunstlicher-intelligenz-ki-in-der-wirkstoffforschung-19861.php

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