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Maßnahmenbündel für Ressourcensouveränität
2 Min Lesezeit 30. März 2026
Ohne sie gäbe es weder Smartphones noch E-Autos. Sie sind in Spielkonsolen, in unseren Wohnzimmern und in Solarzellen auf unseren Dächern: Kritische Rohstoffe. Stoffe wie Kupfer, Lithium oder Seltene Erden sind unverzichtbar für viele Schlüsseltechnologien. Somit ist die gesicherte Verfügbarkeit dieser kritischen Rohstoffe essentiell für eine erfolgreiche Umsetzung der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) und ein wichtiger Hebel. Gleichzeitig sind sie nur eingeschränkt verfügbar.
Bundestechnologieministerin Dorothee Bär bringt es auf den Punkt: „Rohstoffe sind zugleich Voraussetzung und Treiber zentraler Zukunftstechnologien und unverzichtbar für Deutschlands Ressourcensouveränität und wirtschaftliches Wachstum.“ Mit einer neuen Forschungsoffensive stärken wir als BMFTR jetzt die Fachkräftebasis und das technologische Knowhow, um kritische Rohstoffe umweltfreundlich gewinnen und aufbereiten zu können. Denn momentan verschlingt ihr Abbau viele Ressourcen und ist geschätzt für etwa zehn Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich.
Für Knowhow und Fachkräfte
Wir starten ein ganzes Maßnahmenbündel. Zusammen mit der Wirtschaft investieren wir in den kommenden Jahren über 60 Millionen Euro. Im Vordergrund stehen zunächst Abbau- und Aufbereitungsverfahren, die ressourcenschonender und energieeffizienter sind. Dabei wird auch der Einsatz von KI eine Rolle spielen.
Konkret fördern wir Verbünde aus Wissenschaft und Wirtschaft, die neue Technologien entwickeln, mit denen sie Primärrohstoffe sicherer, effizienter und umweltfreundlicher erkunden, gewinnen und aufbereiten können. Dabei konzentrieren wir uns in erster Linie auf europäische und deutsche Lagerstätten.
Wir stärken daneben auch die Fachkräftebasis und fördern Nachwuchsforschungsgruppen in ganz Deutschland. In jeder dieser Gruppen integrieren wir Forschungs- oder Industriepartner aus strategischen Rohstoffländern wie Australien, Chile oder Kanada. So bauen wir unsere Rohstoffdiplomatie weiter aus, denn für den gesicherten Zugang zu kritischen Rohstoffen sind wir auf verlässliche internationale Partner angewiesen.
Wir engagieren uns aktiv in der neuen europäischen Forschungspartnerschaft „Raw Materials for the Green and Digital Transition“ (Rohstoffe für den grünen und digitalen Wandel). Diese Partnerschaft fokussiert auf kritische Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft. Sie führt rund 50 Forschungsförderer aus Europa und darüber hinaus zusammen. In Europa wollen wir hier gemeinsam in den nächsten sieben Jahren rund 300 Millionen Euro investieren.
Für mehr Schubkraft nicht nur für Schlüsseltechnologien
Alle drei Maßnahmen greifen ineinander. Mit ihnen stellen wir sicher, dass wir die Kraft des Hebels „Versorgung mit kritischen Rohstoffen sicherstellen“ der HTAD stärken und seine Schubkraft für die Schlüsseltechnologien und strategischen Forschungsfelder erhöhen. Das wird den Akteuren in Forschung und Entwicklung mehr Möglichkeiten eröffnen und die Effizienz in der Umsetzung von neuen Ideen steigern.