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Großer Veranstaltungsraum mit an Tischen sitzenden Zuhörenden. Links im Bild am Rednerpult steht eine Frau.

Partnerdialog zur Mikroelektronik: „Start-ups & KMU im Chipdesign-Ökosystem und ihr Beitrag zu technologischer Souveränität und Innovationsfähigkeit“

2 Min Lesezeit 12. Juni 2026

Im Rahmen des Chipdesign Germany Forum 2026 am 6. und 7. Mai in Dresden fand - als Teil des Roadmapping-Prozesses zur Weiterentwicklung der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) - der Partnerdialog „Startups & KMU im Chipdesign-Ökosystem und ihr Beitrag zu technologischer Souveränität und Innovationsfähigkeit“ statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Forschung und Industrie diskutierten dabei insbesondere die Herausforderungen und Potenziale des deutschen Chipdesign-Ökosystems und nahmen auch den europäischen Kontext in den Blick. Im Mittelpunkt standen vor allem folgende Fragestellungen: Welchen Beitrag können Startups und KMU zur technologischen Souveränität und Innovationsfähigkeit Deutschlands leisten? Was sind aktuell die größten Herausforderungen? Warum ist es in Europa so schwer, Chipdesign-Unternehmen zu skalieren? Welche Rolle spielen die Maßnahmen der Hightech-Agenda Deutschlands?

Mikroelektronik braucht mehr systematische Umsetzungskraft 

Ein zentrales Ergebnis des Dialogs war die Einschätzung, dass Deutschland und Europa über eine exzellente Forschungslandschaft, hohes technisches Know-how und starke industrielle Kompetenzen in der Mikroelektronik verfügen. Gleichzeitig fehle es jedoch häufig an der konsequenten Umsetzung technologischer Entwicklungen in marktfähige Produkte und erfolgreiche Geschäftsmodelle. Herausfordernd seien auch der Zugang zu Kapital und die fehlende Nachfrage aus der europäischen Industrie. Lösungspotentiale wurden in besserem Kapitalzugang, einer Steigerung der industriellen Nachfrage, schnellerem IP-Transfer, weniger Bürokratie, stärkerem Gründer-Mindset, professioneller Skalierungsunterstützung und internationaler Marktorientierung gesehen. Insgesamt war man sich einig, dass Start-ups und KMU einen wichtigen Beitrag zur technologischen Souveränität leisten können, jedoch ein besser vernetztes Ökosystem aus Forschung, Industrie, Kapital, Talenten und Politik benötigen.

Hightech Agenda als strategischer Enabler

Die HTAD wurde als wichtiger strategischer Rahmen und zentraler Enabler für die Weiterentwicklung des Mikroelektronik-Standorts gesehen. Insbesondere die angestrebte Stärkung des Chipdesign in Deutschland, die Beschleunigung des Technologietransfers und die Etablierung eines ganzheitlichen Chipdesign-Ökosystems sowie das Zusammendenken von Forschung, Fachkräften und Fertigung wurden positiv hervorgehoben. Gewünscht war eine prominentere Berücksichtigung der Photonik und eine Fokussierung auf den Transfer in konkrete industrielle Produkte und Märkte.

Im Rahmen der konzertierten Aktion Mikroelektronik – Hightech Agenda Roadmapping sind Expertinnen und Experten aus dem Bereich Mikroelektronik aufgerufen, sich weiterhin aktiv am Prozess zu beteiligen. Interessierte können sich auf der Webseite zu verschiedenen Technologiefeldern registrieren oder alternativ direkt Kontakt zum zuständigen Projektträger, der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, unter fokus-me(at)vdivde-it.de aufnehmen.

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