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Roboterhand und menschliche Hand berühren sich mit Zeigefinger

KI-Robotikbooster

Eine der Flaggschiffmaßnahmen der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) ist der KI-Robotikbooster. Mit ihm will die Bundesregierung Deutschland bei KI-basierter Robotik und verkörperter Künstlicher Intelligenz international wettbewerbsfähig positionieren. Der Hintergrund ist klar: Entwicklungen in der Robotik und KI verlaufen weltweit mit rasanter Geschwindigkeit. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass wesentliche Teile der Wertschöpfung künftig außerhalb Europas entstehen. Der KI-Robotikbooster soll deshalb gezielt dazu beitragen, wissenschaftliche Stärke schneller in industrielle Anwendungen, marktfähige Technologien und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu übersetzen. Dazu stellt die Bundesregierung 100 Millionen Euro bereit, aufgeteilt in zwei Förderstränge - die Förderrichtlinie zur Entwicklung von Robo-Hubs und eine Challenge zu KI-basierten Mehrzweckrobotern, durchgeführt von der Bundesagentur für Sprunginnovationnen (SPRIND). 

Deutschlands Offensive für verkörperte Künstliche Intelligenz

KI-basierte Robotik gilt als eine der entscheidenden Technologien der kommenden Jahre. Lernfähige Systeme wie Humanoide oder Drohnen, die autonom agieren und flexibel auf wechselnde Situationen reagieren können, sind dabei industrielle Prozesse und Wertschöpfungsketten zu verändern. Deutschland verfügt über starke Forschungseinrichtungen und hohe wissenschaftliche Kompetenz in der Robotik. Der KI-Robotikbooster soll Deutschland voranbringen: Er soll den Transfer aus der Forschung beschleunigen, technologische Abhängigkeiten verringern und neue industrielle Potenziale in Deutschland erschließen - kurz: Skalierung und Kommerzialisierung neuer KI-basierter robotischer Technologien.

Mit der Förderrichtlinie „Robo-Hubs“ wird ein Wettbewerb zur Konzipierung von Innovationslaboren, sogenannten Robo-Hubs, mit jeweils einem klaren domänenspezifischen Schwerpunkt (z. B. Produktion, Logistik, Agrarwirtschaft, Bauwesen oder Gesundheit/Pflege), ausgeschrieben. Über die Robo-Hubs soll die kollaborative Forschung zur KI-basierten Robotik und der Transfer in die Anwendung und Wertschöpfung in Deutschland gestärkt werden. Die Robo-Hubs sollen als praxisnahe Brücken zwischen Wissenschaft und Industrie fungieren und insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Zugang zu zukunftsweisenden Technologien ermöglichen. Die drei besten Konzepte sollen im Anschluss des Wettbewerbs direkt aufgebaut werden.

Die domänenspezifischen Robo-Hubs sollen Themen von der akademischen Grundlagenforschung zu zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen über Innovationstransfer in die Anwendung bis zur Fachkräftequalifizierung adressieren. Durch Pilotinitiativen, insbesondere Competitions und fokussierte Transferprojekte an den aufgebauten Forschungsstrukturen, sollen Synergien entstehen, die den Weg von der Idee bis zur Anwendung verkürzen.

Die Robo-Hubs sind bewusst als vernetzter Förderansatz angelegt. Bestehende Initiativen, Forschungsverbünde und regionale Kompetenzen sollen stärker miteinander verbunden werden. Gleichzeitig setzt die Maßnahme auf eine enge Beteiligung von Wissenschaft, Industrie und Ländern.
Damit fügen sich die Robo-Hubs in die Weiterentwicklung der technologiebezogenen Roadmaps der Hightech Agenda Deutschland ein. Ziel ist ein stärker verzahntes Innovationsökosystem, in dem Forschung, Entwicklung, Erprobung und industrielle Anwendung enger zusammenarbeiten.

Challenge zu KI-basierten Mehrzweckrobotern

Zur SPRIND

Mit einer Challenge zur Entwicklung KI-basierter Mehrzweckroboter werden wir auch diesen wichtigen Forschungszweig weiterentwickeln. Die Bundesagentur für Sprunginnovationen, SPRIND, wurde mit der Entwicklung der Challenge beauftragt. 

Das Robotics Institute Germany als wissenschaftliches Rückgrat

Zum RIG

Eine zentrale Rolle bei diesen Themen spielt das Robotics Institute Germany (RIG), das seit 2024 vom BMFTR gefördert wird. Der Verbund vereint 16 Standorte der Spitzenforschung in der KI-basierten Robotik. Zum Netzwerk gehören führende Universitäten sowie Einrichtungen wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und mehrere Fraunhofer-Institute. Das RIG wird in die Ausgestaltung der Robo-Hubs eingebunden und soll die Ausrichtung der dort verankerten Robotikforschung gemäß seiner Forschungsroadmap unterstützen. Über die gemeinsame Forschungsinfrastruktur der Robo-Hubs soll die  kollaborative Forschung zwischen dem RIG und den weiteren Akteuren des nationalen Robotik-Ökosystems gestärkt werden.

Ein neuer Ansatz der Forschungs- und Technologiepolitik

Der KI-Robotikbooster steht exemplarisch für den Anspruch der Hightech Agenda Deutschland, technologiepolitische Förderung stärker strategisch auszurichten. Im Mittelpunkt stehen nicht allein einzelne Forschungsprojekte, sondern der gezielte Aufbau von Innovationsökosystemen, industrieller Wertschöpfung und technologischer Handlungsfähigkeit.

Die Maßnahme soll zugleich Impulse für weitere Schlüsseltechnologien und strategische Forschungsfelder der HTAD geben. Damit verbindet der KI-Robotikbooster Forschungsförderung, industrielle Entwicklung und Technologiepolitik in einem gemeinsamen Ansatz − mit dem Ziel, Deutschland langfristig als Standort für KI-basierte Robotik und verkörperte Künstliche Intelligenz zu stärken.

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