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Hightech Spaces

Mit den Hightech Spaces startet im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) eine zentrale technologieübergreifende Initiative, die ein zukunftsgerichtetes innovationspolitisches Signal für den Technologiestandort Deutschland setzt. Ziel ist es, die Schlüsseltechnologien und Forschungsfelder der HTAD zu verknüpfen und so die internationale Wettbewerbsfähigkeit leistungsfähiger Innovationsökosysteme gezielt auszubauen.

Regionale Public-Private-Partnerships für den Fortschritt

Hightech Spaces sind Innovationsräume der Zukunft. Sie entstehen im Schulterschluss von öffentlicher Hand und Wirtschaft als Public-Private-Partnership. Die Hightech Spaces realisieren sichtbare Leuchtturmvorhaben an international wettbewerbsfähigen Standorten und treiben technologische Innovationen gezielt voran. Parallel dazu setzen sie Maßstäbe für innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, wirken als Vorreiter im Innovationssystem und entfalten Strahlkraft über den eigenen Standort hinaus.

Chancen für Deutschland

  • Hightech Spaces ermöglichen die gezielte Weiterentwicklung besonders leistungsfähiger Innovationsstandorte in Deutschland und stärken ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit.
  • Durch die Förderung großvolumiger Leuchtturmvorhaben in regionalen Innovationsökosystemen beschleunigt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) den Transfer von Forschung in Anwendung und mobilisiert zusätzliches privates Investitionskapital.
  • Als regionale Public-Private-Partnerships schaffen Hightech Spaces belastbare Kooperationsstrukturen und stärken regionale Wertschöpfung.
  • Die Hightech Spaces bieten zudem einen Rahmen, um innovationsfreundliche Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln, neue regulatorische Prozesse praxisnah zu erproben und strukturelle Hemmnisse systematisch zu reduzieren.
  • Als strategische und lernende Innovationsräume tragen sie zur Weiterentwicklung des Innovationssystems bei und erhöhen dessen Leistungsfähigkeit insgesamt.

Hightech Spaces sind echte Innovationsräume der Zukunft

  • Vernetzte Innovationsökosysteme aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik
  • Sichtbare Leuchttürme mit internationaler Strahlkraft 
  • Treiber des Technologietransfers in marktfähige Anwendungen
  • Reallabore für Zukunftstechnologien, neue Geschäftsmodelle und regulatorische Ansätze
  • Hebel für Investitionen durch die gezielte Mobilisierung öffentlicher und privater Mittel
  • Motor regionaler Wertschöpfung und der Stärkung nationaler Innovationskraft

Das BMFTR stellt hierfür mindestens 115 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren bereit; eine weitere Förderphase ist perspektivisch vorgesehen. Die Förderung zielt darauf ab, private Investitionen in erheblichem Umfang zu mobilisieren und tragfähige, langfristige Partnerschaften im Innovationssystem aufzubauen. Dafür ist ein substantielles finanzielles und politisches Engagement der Länder und Kommunen sowie der beteiligten privaten Akteure erforderlich.

Hightech Spaces als „regionale Public-Private-Partnerships”

Die Hightech Spaces definieren regionale Public-Private-Partnership als verbindliche, strategisch ausgerichtete Zusammenarbeit regional verankerter Akteure zur gemeinsamen Entwicklung leistungsfähiger Innovationsstandorte:

  • Gemeinsame Zielsetzung: Öffentliche und private Partner richten ihre Beiträge auf eine abgestimmte regionale Innovations- und Entwicklungsstrategie aus. 
  • Verbindliche Mitverantwortung: Öffentliche und private Partner übernehmen jeweils substanzielle finanzielle und inhaltliche Verantwortung für die Umsetzung. 
  • Koordinierte Umsetzung: Die Partner planen, priorisieren und steuern Leuchtturmvorhaben und begleitende Maßnahmen gemeinsam. 
  • Hebelwirkung: Öffentliche Mittel sind darauf ausgerichtet, zusätzliche private Investitionen in erheblichem Umfang zu mobilisieren. 
  • Strukturelle Weiterentwicklung: Die Partnerschaft zielt auf die nachhaltige Verbesserung von Rahmenbedingungen und Innovationsstrukturen am jeweiligen Standort. 
  • Langfristige Perspektive: Die Zusammenarbeit ist auf Dauer angelegt und entfaltet langfristige Wirkung im regionalen Innovationsökosystem.

Eine spezifische Rechtsform für die Ausgestaltung der Public-Private-Partnership im Rahmen der Hightech Spaces wird nicht vorgegeben. Die konkrete organisatorische und rechtliche Ausgestaltung erfolgt standortspezifisch und richtet sich nach den jeweiligen Gegebenheiten, Akteurskonstellationen und Umsetzungsbedarfen vor Ort. Entscheidend ist die verbindliche Zusammenarbeit der beteiligten Partner zur Erreichung der definierten strategischen Ziele.

Geplante Förderaufrufe

Die Bewerber sollen belegen, dass ihre Initiative entlang eines klaren Entwicklungspfads strukturiert ist und die Umsetzung großvolumiger Leuchtturmvorhaben in den Mittelpunkt stellt. Parallel dazu werden gezielt Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen sowie zur Stärkung des jeweiligen Innovationsökosystems unterstützt. Die Initiative umfasst mehrere aufeinander aufbauende Förderphasen (Förderaufrufe A, B und C).

Förderaufruf A – Aktivierungsphase

Im Mittelpunkt steht die strategische Vorbereitung eines langfristig angelegten Leuchtturmvorhabens. Dazu gehören die konzeptionelle Ausarbeitung, der Aufbau belastbarer Governance-Strukturen sowie die transparente Strukturierung der Umsetzung. Ergänzend können begleitende, regional getragene Projekte zur Stärkung des Innovationsökosystems eingebunden werden. Die Phase ist offen für unternehmensgetriebene Innovationsökosysteme mit Bezug zu den Schlüsseltechnologien der HTAD.

Förderaufruf B – Implementierungsphase

Im Zentrum steht die Umsetzung großvolumiger Leuchtturmvorhaben mit klarer wirtschaftlicher Perspektive, in der Regel unter Federführung innovativer Unternehmen. Gefördert werden profilbildende Leitprojekte, strategische Infrastrukturen sowie Demonstratoren und Reallabore zur Erprobung und Skalierung neuer Technologien und Geschäftsmodelle. Flankierend werden Accelerator-Projekte zum Abbau von Innovationshemmnissen und regionale Begleitmaßnahmen zur gezielten Weiterentwicklung des Innovationsökosystems umgesetzt.

Förderaufruf C – Verstetigungsphase

Ziel ist die nachhaltige Sicherung der aufgebauten Strukturen sowie der konsequente Abbau verbleibender Innovationshemmnisse. Die Ausgestaltung erfolgt auf Grundlage der Ergebnisse der Implementierungsphase und wird in einem gesonderten Förderaufruf konkretisiert. Eine Teilnahme ist ausschließlich erfolgreichen Regionen aus Förderaufruf B vorbehalten.

Von der Idee zum Leuchtturm: Der Förderprozess im Überblick

  • 21. Mai 2026: Offizielle Ankündigung der Hightech Spaces als zentrale Initiative der Hightech Agenda Deutschland 
  • Juli 2026: Veröffentlichung der Rahmenbekanntmachung „Hightech Spaces“ sowie der Förderaufrufe für die Aktivierungsphase (Aufruf A) und die Implementierungsphase (Aufruf B) 
  • Oktober 2026: Start des Wettbewerbsverfahrens unter Einbindung einer unabhängigen, hochrangig besetzten Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. 
  • 1. Quartal 2027: Zentrale Auswahlsitzung mit Pitches der teilnehmenden Konsortien
  • 1. Quartal 2027: Bekanntgabe der Auswahlentscheidung 
  • 2. Quartal 2027: Start der Aktivierungsphase für die ausgewählten Hightech Spaces; Konsortien, die die spezifischen Fördervoraussetzung erfüllen, können unmittelbar in die Implementierungsphase starten
  • 2028: Beginn der Implementierungsphase und Umsetzung sichtbarer Leuchtturmvorhaben für die erfolgreichen Hightech Spaces 
  • Ab 2031: Weiterer Förderaufruf zur nachhaltigen Sicherung der Strukturen perspektivisch vorgesehen