Maßnahmenübersicht Batterietechnologie
Die Bundesregierung wird gemeinsam mit Partnern ein Zielbild für die Batteriezellfertigung in Deutschland entwickeln. Hierbei sollen Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit gestärkt und Planbarkeit gesichert werden.
Anwendung Clean Industrial Deal State Aid Framework (CISAF) / „CISAF-Bundesregelung Net-to-Null Technologien“ durch Bund und Länder
Wir stärken Investitionen in den Kapazitätsaufbau durch Anwendung des Beihilferahmens CISAF, insb. der „CISAF-Bundesregelung Netto-Null Technologien“, bspw. im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) oder der Bundesförderung STARK (Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten).
Auf EU-Ebene braucht es klare Instrumente wie den Battery Booster, den Innovation Fund und nicht zuletzt richtige Rahmenbedingungen über die EU Batterieverordnung.
Im Dialog mit Unternehmen, Sozialpartnern und Kammern erörtern wir die Notwendigkeit für ein eigenes Berufsbild für die Batterie.
Ergänzt wird dieser Dialog durch länderseitige Maßnahmen im Bereich der Ausbildung und Qualifikation der Batterietalente von morgen, beispielsweise die internationale Forschungsschule für Batterie-Chemie (BACCARA) und das Europäische Lernlabor Batteriezelle (NW), durch Studiengänge im Bereich Batterietechnologie in mehreren Bundesländern, u.a. NI, BY, SH und NW, die Berliner Fachkräftestrategie 2035 (BE) sowie auch durch die Hightech Agenda Bayern (BY).
Beteiligung des Bundes an strategischen Rohstoffprojekten im In- und Ausland, u.a. auch im Bereich der Batteriewertschöpfungskette. Dies trägt zur Rohstoffsicherung und zur Wettbewerbsfähigkeit bei.
Dazu tragen auch Initiativen der Bundesländer bei, wie beispielsweise der Aufbau industrieller Lithiumgewinnung und -verarbeitung (ST, SN, HE, RP), der Aufbau einer Produktionsstätte für Natrium-Ionen-Batterien (BY), das im Aufbau befindliche BTUCS-Kompetenzzentrum Hochtechnologiematerialien (BB), der Ausbau des Batterierecyclingclusters (NI) sowie z. B. der Aufbau hochmoderner Batterierecycling-Anlagen (NW).
Wir werden Forschungskompetenzen und -infrastrukturen generell weiter stärken, damit Deutschland auch in Zukunft eine leistungsfähige und international anerkannte Forschungslandschaft Batterie vorweisen kann.
Länderseitig wird dies unterstützt durch beispielsweise den Aufbau bzw. Weiterentwicklung des Forschungsbaus ‚GC-EIMaR‘ für Materialanalytik (HE), des Berlin Battery Labs (BE), der Kompetenzzentren und Technologieinitiativen in Brandenburg (BB), des Batterieforschungszentrums MEET (Münster Electrochemical Energy Technology), des Helmholtz-Instituts Münster (NW), eines neuen Zentrums für die Zirkuläre Batterieproduktion (NI) durch das Exzellenzcluster POLiS (Post Lithium Storage) (BW, HE) und des Bayerischen Zentrums für Batterietechnik in Bayreuth (BY).
Innovationen werden stark durch Start-ups und ihre visionären Gründerinnen und Gründer vorangetrieben. Start-ups können neue, teils auch disruptiv wirkende Geschäftsmodelle und Produkte entwickeln und so bestehende Märkte mit Innovationen vorantreiben. Mit einer Gründungsoffensive „Batterie“ bringen wir die Gründung und Skalierung solcher Start-ups voran.
Neben bundseitigen Maßnahmen gehören dazu auch flankierende Maßnahmen der Länder, beispielsweise die Lausitzer Technologieinitiative Elektrisches und Hybridelektrisches Fliegen (BB) und das Applikationslabor ‚Berlin Battery Lab‘ (BE) sowie der Bau eines Forschungsgebäudes „BattL3“ für Start-ups und KMU in der Batterieindustrie durch die Technologieförderung Münster (NW).
In der Industrie sind oftmals schnelle Lösungen für akute Probleme gefragt. Die bisherigen Förderverfahren sind dafür oftmals nicht ausgelegt. Sie fördern eher dreijährige (Forschungs-)Projekte mit vergleichsweise langen Vorlaufzeiten in der Begutachtung und Auswahl eingereichter Ideen.
Wir etablieren daher ein Pilotvorhaben, in dem neue Förderverfahren getestet und gemeinsam mit Stakeholdern weiterentwickelt werden: Schnellere und entbürokratisierte Antragstellung; Förderperioden zwischen 6 Monaten und 5 Jahren sowie die Einführung eines Stage-Gate-Prozesses für die Förderung in mehreren Stufen.
In der Energieforschung sind bereits beschleunigte Förderverfahren entwickelt und teils eingeführt. Teilweise befinden sich die neuen Verfahren noch in der Pilotierung.
Wir adressieren Methoden und Technologien, die für ein breites Anwendungsspektrum von Batterien kürzere Produktentwicklungszeit (Time-to-Market) entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette ermöglichen. Das reduziert die Kosten der Batterieentwicklung und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit von Batterien „Made in Germany“.
Länderseitig wird dies unterstützt beispielsweise durch die Hightech Agenda Bayern (BY), den Aufbau der Forschungsfertigung Batteriezelle in Münster (NW), den Ausbau der industrienahen Forschung zur zirkulären und zur Batterieproduktion der nächsten Generation (NI) und den Ausbau von Gigafabriken (NI).
Bundesmaßnahmen Batterietechnologie
4 Maßnahmen
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Für Wettbewerbsfähigkeit der Batterieindustrie als Schlüsselindustrie einsetzen
- Q2 2026: Veröffentlichung einer neuen Förderrichtlinie für länderübergreifende Kooperationen europäischer Forschergruppen aus Wirtschaft und Wissenschaft, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Europas zu steigern, Fokus Batterietechnologien und Batteriematerialien. (M-ERA.net)
- Q1/2026: Frankreich: Ausbau des deutsch- französischen Batterieprojekts (HighPowerBatteries – HIPOBAT). Das Projekt fokussiert sich auf die Entwicklung von Hochleistungs-Festkörperbatterien und intensiviert den Austausch und die Zusammenarbeit beiden Ländern. So stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit auch auf europäischer Ebene.
- Q1 – Q3/2026: Aufbau weitere Batteriekooperationen mit ‚like-minded-states‘, u.a.: Schweden, Niederlande, Kanada.
- Q2/2026: Aufbau und Entwicklung eines Joint Undertaking (JU): institutionalisierte europäische Partnerschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit (Rechtsgrundlage: „Single Basic Act“), auf EU-Ebene und gemeinsam mit der Industrie.
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Neue vertikale Applikationsallianzen initiieren
- Q2 2026: Veröffentlichung Förderrichtlinie „Vertikale Applikationsallianzen Batterie“ • Q4/2026, Q1/2027: Start der Projekte
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Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) aufbauen
- Zweiter Bauabschnitt „FFB Fab“ soll ab 2028 in Betrieb gehen.
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Neue Batteriekompetenzcluster aufbauen
- Q1 2026: Veröffentlichung von drei Rahmenplänen zu Batteriekompetenzcluster mit den Schwerpunkten Batteriematerialien, Batterieproduktion und Festkörperbatterien
- Q3 2026: Start erster Projekte